“eins: zum andern – ein Gesprächsexperiment zwischen Lyrik und Wissenschaft”*

Vom 15.9.- 18.9.2021 ist das Büro für überflüssige Worte zu Gast bei der Lyrik trifft Wissenschaft-Konferenz “eins: zum andern” des Netzwerk Lyrik e.V. in der Akademie der Künste, München.
https://www.netzwerk-lyrik.org/aktuelles-details/konferenz-eins-zum-andern-ein-gespraechsexperiment-zwischen-lyrik-und-wissenschaft

Donnerstag, 16. September 2021

14.00-16.00

Eröffnung

Wie aber das Gespräch beginnen?

Podiumsdiskussion

Das Verhältnis von Lyrik und Literaturwissenschaft ist ein ebenso spannungsreiches wie spannendes. Einerseits gibt es Vorbehalte: in der Literaturwissenschaft, sich auf ein Gespräch mit Gegenwartslyrik einzulassen, und in der Lyrik gegenüber akademischen Perspektiven. Andererseits wird in Projekten, Veranstaltungen und Publikationen in den letzten Jahren der Austausch gesucht. Aber wie und worüber kommen Lyrik und Literaturwissenschaft ins Gespräch? In welchem Rahmen ist Austausch möglich, welche Bedingungen begünstigen ihn? Was könnten oder sollten seine Ziele sein? Und wo fängt man überhaupt an?

Diskussion: Tobias Döring, Karen Leeder, Henrieke Stahl, Uljana Wolf

Moderation: Alexander Rudolph / Tristan Marquardt

Leerstellen bestellen

Auftaktperformances

Gespräche entwickeln sich in Freiräumen, wo Begriffe und Positionen beweglich und hinterfragt werden dürfen, sich verändern, einander annähern, differenzieren können. Wir schaffen Platz und reflektieren die Bedingungen in der Übertragungsbewegung von „eins: zum andern“: performativ, musikalisch, poetisch.

Dirk Hülstrunk „Büro für überflüssige Worte“ – Poetisch-Bürokratisches Projekt

Räumen Sie Ihre Sprache auf! Auch in Wissenschaftssprache und Lyrik finden sich überflüssige, unnötige, unschöne, aufgeblasene, abgenutzte und veraltete Wörter, Modewörter, Füllwörter, nichtssagende Floskeln, Euphemismen, Kitsch, Klischees oder verletzende Wörter. Büroleiter Dirk Hülstrunk hält Stempel, Karteikarten und Topfpflanze bereit, nimmt Ihren persönlichen Wortmüll entgegen und tauscht ihn gegen brandneue, unbenutzte Wörter. Die abgegebenen Wörter werden registriert, abgestempelt und einem bürokratisch-poetischen Recycling zugeführt.

Narration und Notwendigkeit | Lyrikperformance / Musik | Rhetorische Freiheit (!) | Erholung

Lisa Jeschke & Emre Dündar

Der Komponist Emre Dündar und die Lyrikerin Lisa Jeschke treffen aufeinander, um „Narration” als Ort zu erkunden, an dem sich Denken, Klang und Gesellschaft neu formen. Basis sind Dündars Beschäftigung mit antiken rhetorischen Traditionen und Jeschkes Interesse an argumentativ abgründiger Rede als Lyrik. Sprache wird Musik, Musik Sprache.